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PAUL MCCARNTEY - MOMORY ALMOST FULL

2007

Am 18.06.2007 wurde Paul McCartney 65 Jahre alt. Für den Ex-Beatle kein Grund, um sich zur Ruhe zu setzen. Auf seinem neuen Album "Memory Almost Full" beweist McCartney erneut, dass begnadete Komponisten auch im Alter noch immer tolle Melodien im Köcher haben.
Waren seine letzten Alben eher Songsammlungen, handelt es sich bei seinem neuesten Streich um ein Konzeptalbum: Gleich vier Stücke greifen ineinander, herausragend ist dabei der Titel "House Of Wax", ein Antikriegslied, in dem McCartneys Stimme kräftig wie eh und je erklingt.
Auch die erste Single "Dance Tonight" ist ein wunderbarer Popsong: Der Liverpooler hat die Mandoline für sich entdeckt, ein paar hübsche Akkorde aneinander gereiht und losgeträllert. Nachdenklich gibt er sich hingegen im balladesken "The End of the End". Ein Ende seines Schaffens jedoch ist noch lange nicht in Sicht.



Diese Kritik erschien in der Nordhessischen Neuen Zeitung.

 

 

PAUL MCCARNTEY - CHAOS AND CREATION IN THE BACKYARD


2005

Man mag es Paul McCartney nicht verübeln: Im Gegensatz zu den sechziger Jahren, in denen er mit den Beatles in acht Jahren mehr Platten aufnahm als viele Bands in Jahrzehnten (von der Qualität ganz zu schweigen), lässt sich der Liverpooler mittlerweile vier Jahre für ein neues Werk Zeit. Und wenn dann eine so durchdachte und ausgereifte Scheibe wie "Chaos And Creation In The Backyard" bei rauskommt, sei ihm das ohne wenn und aber verziehen.

Produziert wurden die 13 Titel von Nigel Godrich, der schon für Travis im Studio an den Reglern saß. Ihm ist es wohl auch zu verdanken, dass die Platte bis zur letzten Minute ausgereift ist: Zwei, drei eher langatmige oder monotone Stücke wie auf den Vorgängerplatten sucht man hier vergebens. McCartney hat fast alle Instrumente selbst eingespielt, an Abwechslung mangelt es aber bei weitem nicht: "Fine Line" ist ein Piano-Schmetterer, "Jenny Wren" ein wunderbares – Verzeihung – beatleskes Stück in bester "Black Bird"-Manier und das durch zitternde Streicher eingeleitete "English Tea" ist ein perfekter Zweiminüter. Das schönste Stück der Platte aber heißt "Too Much Rain", hier passt einfach alles: Der typisch wummernde McCartney-Bass, ein kurzes E-Gitarren-Solo, Piano mit leichtem Hall und einprägsamem Gesang. Keiner kennt den "Sound" der Sechziger eben besser als McCartney – wie sein neuestes Werk eindrücklich belegt.

 


"Memory Almost Full" von Paul McCartney (Audio CD - 2007)

 


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