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NADA SURF

15.04.2006

Es ist ein Geschenk, wenn der bekennende Musikliebhaber ein Lied hört und sofort weiß, dieser Song begleitet einen ein Leben lang. So geschehen, als ich im Jahre 2003 das erste mal "Inside Of Love" des mir bis dato noch unbekannten amerikanischen Indie-Trios Nada Surf hörte. Das Klangbild, bestehend aus Melodie, Text und Rhythmus erschien mir perfekt.

Mittlerweile habe ich die Combo besser kennen gelernt, das Album "Let Go" und ihr neustes Werk "The Weight Is A Gift" sind durchdachte und sehr abwechslungsreiche Platten. Daher war ich sehr gespannt, wie sich die Band im Hamburger Grünspan am 15.04.2006 verkauft.

Mit ihrer ersten Single überhaupt, "Popular", aus dem Jahre 1996, starten die Amerikaner durch. Obwohl nur zu dritt auf der Bühne, klingt der Sound unglaublich kraftvoll und verliert zu keinem Zeitpunkt seinen melancholischen Zauber. Sänger und Gitarrist Matthews Caws trägt fast alle Titel der letzten beiden Alben mit seiner markant hohen Stimme vor und wird durch Bass und Schlagzeug sowie Harmoniegesang der Mitstreiter begleitet. Einer der neuen Titel, "Blankest Year", ein wahrer Rocker mit einprägsamen Riff, avanciert zum Publikumshit und geht in die Verlängerung, die aktuelle Single "Always Love" wird mit frenetischem Beifall des gut gelaunten Publikums aufgenommen.

Insgesamt gibt das Trio ohne große Ansprachen gar sieben Zugaben am Stück bei rund zweistündiger Konzertdauer, darunter ihre balladeske Nummer "Blonde On Blonde". Der schönste Augenblick des Konzertes aber bleibt jener, als die ersten Akkorde von "Inside Of Love" erklingen. Es ist eben ein noch viel größeres Geschenk, wenn man einen seiner absoluten Lieblingstitel live dargeboten bekommt.

 


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