| 2005
Es soll ja Musikliebhaber geben, die Oasis noch nie auf dem Zettel hatten, mal abgesehen von den ersten beiden Alben, allen voran "(What’s the Story) Morning Glory?". Doch der wohlgesonnene Fan der Combo aus Manchester - von der Urformation sind freilich nur noch die beiden "schlagfertigen" Brüder Liam und Noel Gallagher übriggeblieben - konnte auch den folgenden drei Alben einige gute Songs abgewinnen, hier sei einmal stellvertretend "Stop Crying Your Heart Out" vom 2002er "Heathen Chemistry" genannt, eine der besten Balladen der Briten überhaupt.
Das sechste Album "Don’t Believe the Truth" bietet nun den größten Fundus an hervorragenden Songs seid eben jenen glorreichen "Wonderwall"-Zeiten und kann dabei sogar als Gesamtwerk auftrumpfen. Das Motto der neuen Platte ist einfach: Jeder darf mal! Gleich der beatleske Opener "Turn Up the Sun" stammt vom Bassisten Andy Bell, seine Bandkollegen Gem Archer und Liam Gallagher steuern ebenfalls abwechslungsreiches Songgut bei. Der eher monotone Stampfer "Lyla" jedoch stammt ebenso wie das wunderbare "The Importance of Being Idle" mit raffiniertem Tempowechsel von Noel. Und eine typische Gallagher-Hympe steuert er als letzten Titel der Platte denn auch noch bei: "Let There Be Love" - wenn doch alles so einfach wäre.
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