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RAY DAVIES - WORKING MAN'S CAVÉ

2007

Ray Davies kennt man. Er war beziehungsweise ist – Auslegungssache – Frontmann der Kinks, jene Hitfabrikanten der 60ziger Jahre aus England. Natürlich nach den Beatles. Davies pilgert seit einigen Jahren hauptberuflich auf Solopfaden, "Working Mans Café" heißt sein neuster Streich. Für Kinks-Anhänger etwas enttäuschend: Das Album klingt amerikanisch, das wollte der Engländer nach eigenem Bekunden auch so. Ist da was schlimmes dran? An sich nicht, außer, man erwartet eben Kinks-Harmonien wie zu besten Zeiten.
Das neue Album klingt rau, ist rockig und textlich durchaus ungewohnt politisch. Beim Hören denkt man an Tom Petty oder Ryan Adams – und eben nicht an die Kinks. Ab und an jedoch schleicht sich dann doch ein "La La La" ein – wie im grandiosen "Morphine Song". Davies ist und bleibt einer der besten Songwriter.


Diese Kritik erschien in der Nordhessischen Neuen Zeitung.

 

 


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