Mitte Oktober trat ich zum zweiten Mal im Live-Bistro der Kasseler Nachthallen auf. Bei meinem ersten Auftritt vor knapp zwei Jahren stellte ich mein Buch vor, Musik war nur Beiwerk – diesmal gaben Ukulele und Keyboard den Ton an. Nur manch launigen Spruch konnte ich mir bei meinem ersten "Gig" nicht verkneifen.
Alles geregelt?
Drei Stunden vor dem Konzert mache ich einen ausgiebigen Soundcheck, Gesang, Ukulele und Keyboard werden abgemischt und alles wird eingestöpselt. Auch ich stehe bereits unter Strom, schließlich werde ich heute Abend ausschließlich Eigenkompositionen zelebrieren und auf die üblichen Späße weitgehend verzichten.
Versuchs mal mit Gemütlichkeit
Das Ambiente des Live-Bistros ist ansprechend. Der Buddha steht schon sehr lange in dieser heiligen Halle. Gerüchten zu Folge war aber auch Jürgen Klinsmann schon mal hier und wurde inspiriert... aber überall kann man eine solche Figur natürlich nicht aufstellen (z.B. Trainingsgelände etc.).
Sonnenschein!
Endlich geht es los! Um kurz nach 23 Uhr haben sich neben vielen "Unbekannten" im Rund des Live-Bistros direkt vor der Bühne 30 Freunde und Bekannte versammelt und lauschen dem ersten Song des Abends: Sonnenschein. Die Brille trage ich indes nicht wegen des Textes – sondern aus Coolnes-Gründen. Wozu hat man PR-Berater!
Sanfte Töne.
Nach drei rockigen Titeln an der Ukulele kommt an diesem Abend erstmalig mein Keyboard ins Spiel. Im "Emo-Block" haue ich balladeske Nummern raus, doch ehe das Publikum anfängt zu schluchzen...
Unterstützer!
... hole ich drei "Freiwillige" auf die Bühne, drücke ihnen Rasseln und Triangel in die Hand und spiele meinen Gassenhauer "Du bist wie ein Magnet" – Rock'n'Roll!
Spicker.
Eine Nummer am Keyboard ist noch recht frisch und ich habe mir die beiden Strophen aufgeschrieben. Blöderweise blenden die Scheinwerfer, ich kann die Zeilen nicht lesen, wenn der Zettel auf dem Keyboard liegt. Daher hilft Super-Michael in höchster Not aus: Als Notenständer macht er seine Sache sehr gut.
Fast am Ende.
Die Setlist des Abends umfasst 21 Titel. Nach meinem neuen Kracher "Wenn die Sonne scheint" (O-Ton Matthias: "Dein erster richtiger Rocker!") wird frenetisch eine Zugabe gefordert. Ich gebe nach, schleppe mich notgedrungen erneut völlig entkräftet auf die Bühne und...
Finale!
... suche ein zweites Mal "Freiwillige". Diesmal ist ein Chorgesang von Nöten: Perfekt stimmt das Quintett den Refrain von "Die Winde wehen immer noch" an. Nach über 90 Minuten schweige ich – aber nicht für immer, denn nach diesem stimmungsvollen Abend kommt das nächste Konzert bestimmt!